Jagdveranstaltungen

Jagdveranstaltungen (7)

Archiv aus der Kategorie Jagdveranstaltungen

Der Jagdverein Lehrprinz e.V. verlost ein Bockjagdwochenende im Lehrrevier einschließlich 2 Übernachtungen mit Frühstück.

Freigegeben ist ein Bock ohne jede Begrenzung.  Das Wochenende im Mai kannst Du frei wählen. Das Jagdwochenende beginnt mit der Anreise am Freitagnachmittag und  dem ersten Ansitz und endet mit der feierlichen Verabschiedung nach dem  Jägerfrühstück am Sonntag. Und natürlich ist auch die Teilnahme an den frohen Runde der anderen Jungjäger nach dem Ansitz im Wochenende inbegriffen. Um an der Verlosung teilnehmen zu können, musst Du 2 Voraussetzungen erfüllen:

1. Du bist Jungjäger und kannst durch Deine Prüfungsurkunde nachweisen, das Du zum heutigen Tage (22.10.2018) noch keine vollen 3 Jahre im Besitz eines Jagdscheins bist.

2. Die nicht ganz einfach Frage: " Welche Funktion hat der hier abgebildete doppelstöckige Hochsitz?"

Doppelstöckiger Hochsitz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Natürlich kannst Du Deinen Lehrprinzen oder andere ältere Jäger fragen, was es mit dieser eigenartigen Architektur des Hochsitzes auf sich hat. Die Antwort ist auf keinen Fall jägerprüfungsrelevant und es ist auch keine Schande - weder als Jungjäger noch als alter Hase -  die Antwort nicht zu kennen. Wichtiger Hinweis: Es ist keine Laune eines übermütigen Hochsitzbauers, sondern ein klarer Auftrag des Jagdherrn!

Solltest Du die Antwort wissen, sende einen Screenshot Deines Prüfungszeugnisses und die  Antwort per Post oder email  an:

Jagdverein Lehrprinz e.V.

Herrn Stefan Fügner

Cöthener Str.26

16259 Falkenberg

email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Anfang Januar 2019 wird dann unter den richtigen Einsendungen der Gewinner durch das Losverfahren ermittelt.

 

 

 

 

 

Sonntag, 21 Juni 2009 16:18
Stefan Fügner

Entenjagd im Lehrrevier Liepe vom 25.9.-26.9.2009

geschrieben von

Die Entenjagd im Lehrrevier Liepe findet erstmalig statt. Neben der Jagd und der Jagdhundearbeit soll der Erfahrungsaustausch und das Kennenlernen der Jagdgäste im Mittelpunkt stehen, weshalb der Gastlichkeit ein hoher Stellenwert eingeräumt werden soll.

25.9.2009

Ab 14.00 Uhr „Bergische Kaffeetafel“ im Landhof Liepe

Da viele Gäste von weither anreisen, steht den Jagdgästen der Landhof Liepe ab 14.00 Uhr als Treffpunkt zur Verfügung. Im Gasthaus des alten Gutshofes erwartet die Ankommenden eine „Bergische Kaffeetafel“, eine Mischung aus „Kaffee und Kuchen“ und deftigem Abendbrot mit regionalen Produkten aus der Mark Brandenburg. Dadurch braucht niemand pünktlich zu sein, um etwas zu Essen zu bekommen und während dieses ungezwungenen Imbisses haben die Gäste genügend Zeit, um sich kennen zu lernen, von der Fahrt zu erholen und sich vor der Jagd zu stärken.

Gegen 17.00 Uhr Begrüßung durch den Jagherrn und die Jagdleitung

Gegen 17.00 Uhr heißt es dann Aufbruch zur Jagd. Nach der Begrüßung durch die Jagdhornbläser werden die Jagdgäste vom Jagdherrn im Innenhof des Landhofes gegrüßt. Es wird über den Ablauf der Jagd informiert und die Jagdgruppen eingeteilt.

Gegen 18.00 Uhr Abendstrich:

Nach der Begrüßung werden die Jagdgruppen auf die Stände geführt und die Entenjagd beginnt. Die Stände sind so gewählt, dass geschossene Enten nicht in undurchgringliches Schilf fallen können und das Apportieren möglich ist. Alle Schützen erhalten Revierkarten in denen ihr Stand und die Stände der anderen Schützen eingetragen sind, sodass jeder über seinen Stand und den Stand der anderen informiert ist.

Gegen 20.00 Uhr Strecke verblasen

Mit Einbruch der Dunkelheit werden die Schützen wieder zum Landhof Liepe gebracht, wo das feierliche Streckeverblasen und die Bekanntgabe der Tagesstrecke erfolgt. Das anschließende Schüsseltreiben findet im Gasthof des Landhofs Liepe statt. Die Kleiderordnung beim Schüsseltreiben ist leger, also die gleiche, wie bei der Jagd. Da sich Jagdgebiet, der Landhof und der Gasthof an einem Ort befinden, brauchen die Jagdgäste die eigenen Fahrzeuge nicht benutzen.

Für die Fahrt zu den Quartieren nach dem Schüsseltreiben wird ein Fahrdienst eingerichtet.

Zum Schüsseltreiben gibt es ein Wildschweingulasch bis zur völligen Sättigung aller Jagdgäste. Über das Rahmenprogramm des Schüsseltreibens hüllt sich die Jagdleitung in Schweigen.

26.9.2009

7.00 Uhr Morgenstrich

Pünktlich geht es am nächsten Tag auf den Morgenstrich. Hier muss damit gerechnet werden, dass Morgennebel die Jagd beeinträchtigt, aber es kann versichert werden, dass es ein einmaliges Naturschauspiel ist, den Tagesanbruch im Oderbruch zu erleben. Durch den Frühnebel kann sich der Beginn des Morgenstrichs verzögern, aber in der Regel lösen sich die Nebelschwaden schnell auf und die Jagd beginnt mit Verzögerung.

Gegen 10.00 Uhr Treffen nach dem Morgenstrich

Je nach Witterung trifft sich die Jagdgesellschaft wieder gegen 10.00 Uhr im Landhof Liepe zum Verblasen der Morgenstrecke und zum anschließenden ausgiebigen Jägerfrühstück, dessen Ende offen ist.

Somit bietet auch das Jagdfrühstück ausreichend Zeit für Gespräche über die Jagd und zum Knüpfen von neuen Kontakten.

Ab 12.00 Uhr Revierbesichtigungen:

Interessierte Jagdgäste haben nach dem Frühstück die Möglichkeit, die Reviere Liepe I und Liepe II zu besichtigen. Da die beiden Reviere völlig unterschiedlich hinsichtlich der Beschaffenheit und der Wildvorkommen sind, kann man hier die Besonderheit einer einmalig erhaltenen natürlichen Endmoränenlandschaft kennenlernen.

Es wird gebeten, dass die Jagdgäste, die an einer solchen Revierbesichtigung teilnehmen wollen, dies vorher anmelden.

Quartiere:

Nach Rücksprache mit dem Hotel „Am Schiffshebewerk“ hat jeder Gast die Möglichkeit, im Hotel oder in den Ferienwohnungen des Hotels für pauschal 30,00 Euro zu nächtigen. Das Frühstück wird nach der Morgenstrich im Landhof Liepe gereicht. Wer auf einem Einzelzimmer besteht, möge dies dem Hotel frühzeitig mitteilen. Das Mitbringen von Hunden wurde angekündigt, sollte aber explizit angemeldet werden.

Diejenigen, die ihre Teilnahme bereits gemeldet haben, werde ich beim Hotel einquartieren.

Anschrift:

Hotel „Zum Schiffshebewerk“

Hebewerkstr.44

16248 Niederfinow

033362 70099

Fax 033362 619066

email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ansprechpartner: Eigentümer Herr Manfred Schröder

Jagdgäste, die einen LUMA-Platz benötigen, melden sich bei mir.

Fahrzeugbewachung:

Nach dem Beziehen der Quartiere sollten alle Fahrzeuge im Landhof Liepe geparkt werden und die Waffen nach dem Verblasen der Strecke im Fahrzeug bleiben. Es wird ein Wachdienst organisiert, der bis zum Morgenstrich die Fahrzeuge bewacht.

Ausrüstung:

Es wird gebeten, die Jagd mit bleifreier Munition auszuüben. Ob es möglich ist, in der eigenen Waffe bleifreie Munition zu verschießen, sollte jeder einzelne in Erfahrung bringen.

Bei der Kleidung ist darauf zu achten, unbedingt Gummistiefel zu tragen, da das Oderbruch für seine nassen und sumpfigen Untergrund berüchtigt ist.

Warnhutbänder sind zwingend notwendig, da alle Schützen in getarnten Ständen stehen und eine Weste nicht gesehen wird.

Kosten:

Für Jagdgäste ohne brauchbaren Hund betragen die Kosten 200,00 Euro.

Jagdgäste oder Hundeführer mit brauchbarem Hund zahlen 35 Euro.

Im Preis enthalten ist:

Teilnahme an der Jagd

Gesamte Verköstigung ohne Getränke

Eventuell anfallende Tierarztkosten der Erstversorgung bei Verletzungen , die sich der Hund bei der Ausübung der Jagd zuzieht.

Buchung:

Alle, die sich bereits angemeldet haben, oder sich noch anmelden, erhalten in den nächsten Wochen eine Jagdeinladung als Buchungsbetätigung. Die Teilnehmerzahl wird auf 35 Jagdgäste beschränkt . Der letzte Termin zur Buchung, wenn nicht bis dahin die Teilnehmerzahl bereits erreicht wurde, ist der 15.August 2009.

waidmannsheil

Euer

Stefan

Update: Bericht mit Bildern über die Entenjagd

Sonntag, 08 November 2009 14:58
Stefan Fügner

Saujagd bei Vollmond im Lehrrevier

geschrieben von
Artikel bewerten
(0 Stimmen)

Die Saujagd bei Vollmond gilt als die spannenste Ansitzjagd, die das Lehrrevier zu bieten hat.

Aus diesem Grunde veranstaltet das Lehrrevier im Herbst und Winter immer am Wochenende vor der Vollmondnacht eine dreitägige Ansitzjagd auf Schwarzwild. Durch die völlige Jagdruhe zwischen den Vollmondphasen ist das Erlegen mehrerer Stücke Schwarzwild möglich, wenn das Wetter mitspielt.

Jungjäger, die sich im Ansprechen noch nicht sicher fühlen, werden von einem erfahrenen Jäger begleitet.

Für die Ansitzjagden auf  Sauen im  Jagdjahr 2009/10  sind folgende Wochenenden vorgesehen:

November (letztes Wochenende im Monat):

von Donnerstag, 26.11.2009 (Anreise und 1. Nachtansitz) bis Sonntag 29.11.2009 (Morgenansitz und Abreise)

Dezember (zwischen Weihnachten und Neujahr):

von Sonntag, 27.12.2009 bis Mittwoch, 30.12.2009

Januar (letztes Wochende im Monat)

von Donnerstag, 28.1.2010 bis Sonntag, 31.1.2010

Für das verlängerte Saujagdwochenende erheben wir einen Kostenbeitrag von

330,00 Euro.

Im Preis enthalten sind:

3 Übernachtungen in einer Pension

3 ausgiebige Jägerfrühstücke

3 warme Mahlzeiten mit 2 Getränken,

sowie jagdliche Betreuung und Begleitung auf Wunsch bei den ersten Ansitzen.

Es ist freigegeben und ohne Aufpreis erlegbar: Sauen aller Gewichtsklassen außer führende Bachen , Füchse Marderhunde und Rehwild, sofern der Abschussplan noch nicht erfüllt wurde.

Wenn Sie noch Fragen zum Jagdablauf haben, wenden Sie sich bitte an:

Stefan Fügner (Lehrjäger im Lehrrevier)

Am Bahnhof 3

16259 Falkenberg/Mark

Tel.: 033458/64247

oder Mobil: 0178/614 18 56

oder senden Sie eine email an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Donnerstag, 05 August 2010 13:51
Stefan Fügner

Zur sommerlichen Saujagd in Liepe

geschrieben von
Artikel bewerten
(0 Stimmen)

Hochsommer im Oderbruch: Familie Adebar (Foto: J. Lehmann)

Wir suchen und suchen, aber es bleibt dabei: das einzige Zeitfenster für ein verlängertes Jagdwochenende ist Anfang Juli statt Anfang August und so wird aus der geplanten Blattjagd eine Saujagd. “Kein Problem”, meint Stefan, „wir haben viele Überläufer im Roggen und im Hafer”. Außerdem, ein paar Kilo Wildschwein küchenfertig eingeschweißt und eingefroren wären für den geplanten Verkauf über das Internet oder in Berlin auch nicht so schlecht.

Zunächst aber machen wir uns Freitag früh nach einem ordentlichen Frühstück an die Arbeit. Mit einem Porsche Trecker aus Dr. Lipps Sammlung machen wir uns auf, um gefälltes Stangenholz aufzuladen und zum Vorwerk zu transportieren. Stefan will daraus neue Hochsitze bauen und eventuell auch verkaufen.

“Auf gehts!” (Foto: J. Lehmann)

Der Trecker wird gestartet (Foto: J. Lehmann)

Fahrerwechsel (Foto: J. Lehmann)

Schwer beladen geht es durch den Wald (Foto: J. Lehmann)

….. und abladen. (Foto: J. Lehmann)

Aber auch für Beobachtungen, ….. (Foto: J. Lehmann)

 

…..Fachsimpeleien und Jägerlatein ist Zeit. (Foto: J. Lehmann)

Ein DD auf Abwegen? (Foto: J. Lehmann)

Abends gehen wir dann auf Ansitz. Noch auf dem Weg zur Kanzel erspähe ich zahlreiche Ricken mit ihren Kitzen und etliche Jungfüchse. Auch die Sauen sind gut zu hören, ein Gegrunze wie im Schweinestall, keine 50m entfernt. Nur zu sehen bekomme ich sie nicht, zu dicht ist das Unterholz und das Gras.

Pit hat mehr Jagdglück: In der Dämmerung läuft ein einzelner Überläuferkeiler direkt auf seine Ansitzleiter zu und er kommt zum Schuss. Wir bergen das Stück und brechen es am Lieper Vorwerk auf.

Eine Ricke in der Morgendämmerung (Foto: J. Lehmann)

Morgens gehen wir in den Oderbruch, leider nur mit mäßigem Erfolg. Wir haben zwar alle Anblick, aber Sauen oder Rehböcke lassen sich nicht blicken. Tagsüber besichtigen Pit und ich das Kloster Chorin aus dem 13. Jahrhundert. Die alten, gepflasterten Waldwege auf denen unser Trecker gestern entlang geholpert ist, wurde von den Choriner Mönchen angelegt.


Kloster Chorin (Foto: J. Lehmann)

Am Abend suchen wir uns einige Kanzeln rund um eine Suhle am Haferfeld. Die milchreifen Haferkörner sollten die Sauen anziehen, so unsere Spekulation. Pit hat Pech: zwei Kanzeln werden mittlerweile von Wespen bewohnt und so muss er mehrmals umziehen. Ricken, Kitze und Füchse sehen wir wieder reichlich, auch einen weit entfernten Rehbock, nur die Sauen, die sehen wir erst auf dem Rückweg. Keine 50m vor uns lungern sie im Hafer herum und sind genauso überrascht von uns wie wir von ihnen. Pits erste Kanzel wäre ideal gewesen, aber wer will schon neben einem Wespennest ansitzen?

Am Sonntag früh ziehen wir ohne Stefan los. Ich setze mich auf die Ansitzleiter, wo Pit seinen Keiler erlegt hat. Noch während ich mein Sitzpolster zurechtrücke läuft eine einzelne Sau den Weg hoch und biegt in den Roggen ab, der dort allerdings nur kniehoch ist. In meinem Kopf läuft die Checkliste durch: einzelnes Stück, keine Frischlinge, also keine führende Bache, vermutlich ein mittlerweile aus der Rotte vertriebener Überläuferkeiler, steht breit, Roggen nicht zu hoch. Ich habe noch maximal drei Sekunden bevor die Sau im hohen Roggen verschwindet. Nicht zu weit vorne denke ich noch und trage den Schuss an. Noch bevor ich nach repetieren kann ist der Überläufer im hohen Roggen verschwunden. 20m konnte ich seinen Rücken zwischen den Halmen noch erspähen, dann sehe und höre ich nichts mehr.

Zweifel kommen hoch, habe ich gefehlt? Geht das auf 90m überhaupt? Oder einfach nur angeschweißt? Mein Telefon vibriert. Ich solle auf keinen Fall runtergehen und nachsuchen, simst Pit, ein angeschweißter Keiler sei sehr gefährlich. Und so funke ich Stefan an, damit wir mit Ajax, seinem Deutsch Drahthaar, nachsuchen.

Noch von der Ansitzleiter weise ich Stefan zum Anschuss ein, dann steige ich ab. An der Anschussstelle zeigt sich hellroter Schweiß. Ich entferne mein Zielfernrohr und entsichere, Stefan geht mit Ajax voran. Die Sicht im Roggen beträgt keine 5m. 60m weiter liegt die Sau im Roggen, wie vermutet, ein sauberer Blattschuss. Gemeinsam schleifen wir den Keiler zum Weg, dort breche ich auf. Auf dem Lieper Vorwerk treffen wir Dr. Lipps und lassen ein herrliches Jagdwochenende mit Kaffee und einem „Horrido” ausklingen.

DD Ajax am erlegten Keiler (Foto: J. Lehmann)

Ein erfolgreiches Wochenende….. (Foto: J. Lehmann)

….. im Sommer …. (Foto: J. Lehmann)

….. auf dem Lieper Vorwerk. (Foto: J. Lehmann)

Das Problem:

Viele Hundehalter führen Jagdhunde, ohne selbst Jäger zu sein. Auch zeigen viele Hunde, ohne als Jagdhundrasse erkennbar zu sein, einen starken Jagdtrieb. Jagdhunde und Jagdhundemischlinge sind von ihrer Herkunft Hochleistungshunde und benötigen deshalb eine dementsprechende Ausbildung und Beschäftigung.

Mit der Ausbildung solcher Hunde sind viele herkömmliche Hundeschulen nicht vertraut, ist doch die Jagdhundeausbildung mit der Ausbildung in der Hundeschule nicht vergleichbar. Viele Jagdhunde sind zudem in Hundeschulen nicht ausgelastet.

Hundeführer:
Das Seminar wendet sich an Nichtjäger, die Probleme bei der Erziehung ihres Jagdhundes oder Jagdhundmischlings haben und eine spezielle Hilfe beim Umgang und der Ausbildung eines Jagdhundes wünschen, sowie Jungjäger, die erstmalig einen Jagdhund führen und im aktiven Jagdbetrieb einsetzen wollen.

Das Seminar soll dem Seminarteilnehmer Hilfestellungen geben, später mit dem Hund selbst zu arbeiten. Im Seminar verliert der Hundeführer die Angst, bei der Ausbildung etwas falsch zu machen und erlernt die Kniffe und Tricks, die zur Erlernung des “Handwerks Jagdhundeausbildung” notwendig sind.

Der Seminarteilnehmer lernt, dass Konsequenz nichts mit Schmerz und Strafe zu tun hat, sondern absolut notwendig ist, um aus dem noch unerzogenen  Jagdhund einen führigen und vor allem verlässlichen Begleiter und Partner  zu machen.

Seminardauer: 1 Tag

Seminarablauf:

Vormittags:

Im ersten Teil des Seminars wird dem Hundeführer gezeigt, wie der Grundgehorsam bei einem Jagdhund eingearbeitet wird. Es wird erklärt, was der Jagdhundeausbilder unter dem Begriff  “Stubendressur” und “Durcharbeiten” versteht und warum der absolute Gehorsam für alle weiteren Übungen unumgänglich ist.

Durch den Wechsel von Phasen des Arbeitens und des Ruhens wird gezeigt, wie der Hund schnell beginnnt, sich völlig auf den Führer zu konzentrieren. Es wird gezeigt, welche Mittel man einsetzt, um den Hund zur Ruhe zu bringen, damit er sich auf das Arbeiten mit dem Hundeführer konzentriert.

Insbesondere das korrekte Einarbeiten des “Fußgehens”, die Leinenführigkeit, das Aufbauen des Dauerkontaktes zum Führer und das Ablegen des Hundes auf Distanz als Einstieg in weitere Arbeitsgebiete des Hundes werden gezeigt.  Hunde reagieren sehr unterschiedlich, wenn die Ablenkung gesteigert wird. Wieviele Schritte von der Stubendressur (ohne Ablenkung)  bis zum Gehorsam in Streßsituation (starke Ablenkung) notwendig sind, wird aufgezeigt.

nachmittags:

Am Nachmittag wird der richtige Umgang mit Feldleine (Schleppleine), Dummy und Apportierbock, sowie die Arbeit mit der Reizangel vorgestellt. Noch immer wird der Umgang mit den obigen Hilfsmitteln oft unsachgemäß und für die Erziehung des Hundes daher schädlich angewandt, was spätere Korrekturen notwendig macht.

Teilnehmer: 1 Person mit Begleitung

Die Erfahrung hat gezeigt, dass ein solches Seminar nur als Einzelseminar sinnvoll ist.  Die notwendigen Kniffe und Tricks beizubringen, die zudem auf jeden Hund individuell abgestimmt werden müssen, machen eine individuelle Betreuung einer Einzelperson mit dem eigenen Hund notwendig.

Ort des Seminars:

Das Seminar findet im Lehrrevier des Jagdvereins Lehrprinz e.V. in 16248 Liepe/Brandenburg statt. Das Lehrrevier befindet sich ca. 60 km nordöstlich von Berlin und ist über die A 11 Abfahrt Finowfurt/ Eberswalde zu erreichen.

Unterbringung:

Für von weither Anreisende bieten wir den Seminarurlaub mit dem Jagdhund” an.  Für Seminarteilnehmer aus dem Raum Berlin ist das Lehrrevier in ca. 1 1/2 Stunden von Berlin zu erreichen.

Preis:

180,00 Euro

Veranstalter:

Jagdverein Lehrprinz e.V.  Lehrrevier Brandenburg

Cöthener Str.26    16259  Falkenberg/Mark

Tel.:033458/ 64247  Mobil 0178/6141856

email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Seminarleitung:

Stefan Fügner

Anmeldung:

Zur Anmeldung zwecks Terminabspache wenden Sie sich bitte an obige Vereinsadresse.

Berichte von Seminarteilnehmern und Nichtjägern mit Jagdhunden:

Weimaraner in Nichtjägerhänden -eine Gradwanderung

Gehorsam am Wild- Melf´s langer Weg zum führigen Begleithund

Konzentrationsübung als Einstieg in die Arbeit am Gehorsam

Erfolg nach 10 Monaten mühsamer Ausbildungsarbeit

Mein Tag beim Jagdhundausbilder

Zwangsapport mal anders

Literatur:

Homepage der Buchatorin Sabine Middelhaufe:”“Jagdhund ohne Jagdschein”


Sonntag, 04 Oktober 2009 12:56
Stefan Fügner

Entenjagd im Lehrrevier Empfehlung

geschrieben von

Abstreichende Enten über dem Finowkanal, dahinter das Niederoderbruch
Photo: Kathreen Mangatter

Am Anfang stand die Idee, mittels einer Entenjagd im Lehrrevier das nicht nur unter Jägern noch weitestgehend unbekannte Niederoderbruch bekannt zu machen, liegt es doch im östlichen Brandenburg und somit weit ab der traditionellen Urlaubsgebiete.
Über das Jagdforum Xing wurde eine Anfrage gestartet, ob Interesse besteht, eine solche Jagd zum Kennenlernen des Lehrreviers abzuhalten und spontan sagten zahlreiche Jäger des Forums zu.

Am 25.9.2009 war es dann soweit. 33 überwiegend junge Jäger, Jägerinnen und Hundeführer trafen bei herrlichem Herbstwetter im Laufe des Nachmittags im Landhof Liepe ein. Damit sich alle Teilnehmer auf die Jagd konzentrieren konnten, war die professionelle Eventphotographin Kathreen Mangatter aus Dresden angereist, um die Entenjagd auf Bildern festzuhalten. Sie stellte dem JagdBlog die hier eingestellten Bilder zur Verfügung.

Nicht wenige hatten mehrere 100 Kilometer Anreise hinter sich, sodass die bereitgestellte Bergische Kaffeetafel zur Stärkung und zum Kennenlernen der Jagdgäste großen Anklang fand.
Erfreulich war es für mich, dass das Durchschnittsalter der Jagdgäste unter 40 Jahren lag und die Idee, vor allem jungen Jägern das Lehrrevier näher zu bringen, schon in diesem Punkt ein echter Erfolg war. Viele Jagdgäste kannten sich nur aus dem Jagdforum und so bestand die Möglichkeit, sich beim Stärken nach der langen Anfahrt und vor der Jagd sich erstmals persönlich gegenüber zu sitzen.

Warten auf die Enten
Photo: Kathreen Mangatter

Nach der Begrüßung durch den Jagdherrn ging es dann in vier Jagdgruppen hinaus ins Niederoderbruch und an die Kanäle. Schon wenige Minuten nach dem Anstellen der Jagdgruppe am Finowkanal stiegen gleich mehrere große Schofe Enten gleichzeitig auf, die jedoch schnell an Höhe gewannen und unerreichbar die anderen Jagdgruppen das Niederoderbruch überflogen.
Die Hoffnung, dass die Sauen durch den Jagdlärm die Bruchwälder verlassen würden, erfüllte sich nicht, obwohl in allen Bruchwäldern, die abgestellt waren, Sauen von den angestelleten Schützen vernommen wurden.
Nach dem Abendstrich trafen dann alle Jagdgäste und Hunde wieder wohlbehalten im Landhof Liepe ein.
Die Jagdhornbläser bliesen dem Forumsmitglied Malte Dörter und seinen zwei Jagdkameraden, die bei einem Brand einer Jagdhütte in Sibirien ums Leben gekommen waren, ein letztes Halali und die Jagdgäste gedachten in einer Schweigeminute der verunglückten Jäger. Nach einigen abschließenden Worten durch den Jagdherrn wurde die Strecke verblasen und bei einem Wildschweingulasch klang der erste Jagdtag aus. Wissend um das frühe Aufstehen am nächsten Morgen endete der erste Jagdtag früh und am nächsten Morgen trafen sich alle Jagdgäste pünktlich um 5.15 Uhr vor dem Hotel zum gemeinsamen Morgenstrich.
Diesmal kam auch das Schützenboot, das am Abend leider auf dem Weg vom Webellinsee an den Oder-Havel-Kanal aufgehalten worden war, zum Einsatz.

Als ich gegen 6.15 Uhr im Niederoderbruch Richtung Osten schaute, um den Sonnenaufgang zu beobachten, zeigte sich das Niederoderbruch von seiner allerbesten Seite:
Während es im Osten langsam heller wurde und noch einige Sterne am Himmel funkelten, lag vor mir ein Schilfgürtel, dahinter noch im Morgendunst die “Honeckerkanzel”, ein Relikt aus der Zeit, als das Oderbruch noch Staatsjagdgebiet war. Weiter Richtung Osten ragte der Kirchturm von Bralitz aus dem dichten Nebel in den Morgenhimmel und die ersten Kraniche zogen aus ihren Schlafplätzen im Norden laut trompetend ins Oderbruch.
Jägerherz, was willst Du mehr!

Sonnenaufgang im Niederoderbruch
Photo: Kathreen Mangatter

Als gegen 9.00 Uhr Schützen , Hundeführer und Hunde wieder wohlbehalten am Landhof eintrafen, fehlten noch einige Hundeführer und die Bootsbesatzung. Der Einsatz des Schützenbootes hatte sich als unabdingbar herausgestellt, da viele Enten erst durch den Bootseinsatz zum Aufsteigen zu bewegen waren. Hätte das Boot auch am Abend zur Verfügung gestanden, wäre die Strecke sicherlich größer gewesen.
Im Laufe des Jägerfrühstücks trafen dann auch die Bootschützen und Hundeführer , die einige Enten nachsuchen mussten, ein und bei herrlichem sonnigem Herbstwetter fand dann die Abschlussbesprechung im Gutshof des Landgutes statt.
Mit 11 Enten und einer Taube fiel die Strecke in Anbetracht der vorgekommenen Enten dürftig aus. Dies ist aber auf das Vorkommen der Enten an nur einigen wenigen Ständen zurückzuführen, sowie auf eine noch zu verbessernde Tarnung der angestellten Schützen. Auch der erfolgreiche Einsatz des Bootes am Morgen zeigte, dass der Einsatz von Booten entscheidend für den Jagderfolg ist.

Nach der Abschlussbesprechung lud Familie Lipps alle Jagdgäste noch zu einem kleinen Empfang auf das Lieper Vorwerk ein, was von vielen Jagdgästen, die es nicht eilig hatten, angenommen wurde.
Hier konnten sich die Jagdgäste ein Bild von der hügeligen Endmoränenlandschaft machen, die an das Niederoderbruch angrenzt, und doch so anders ist. Bei einem herrlichen Blick über das Niederoderbruch genossen die Jagdgäste den sonnigen Herbsttag und müde, aber zufrieden traten gegen 15.00 Uhr die letzten Gäste die Heimreise an.

Fazit:
Für mich war es ein großer Erfolg, so vielen jungen Jägern die einmalige Landschaft des Niederoderbruchs näher zu bringen. Zudem haben die ausnahmslos sehr disziplinierten, überwiegend jungen Jäger bewiesen, dass es möglich ist, eine Jagd zu organisieren, ohne die Teilnehmer persönlich zu kennen.
Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass von den Anstellern das disziplinierte Verhalten der Jagdgäste explizit gelobt wurde und kein einziger Jagdgast Anlass zur Klage gab.
Besonders hat es mich gefreut, dass ich viele Verbesserungsvorschläge erhalten habe und sich spontan einige Gäste bereit erklärten, mich beim nächsten Mal bei der Vorbereitung aktiv zu unterstützen.
Auch Familie Lipps war angetan von den vielen jungen und disziplinierten Jägern.
Meine Idee, die Entenjagd als feste Veranstaltung im Niederoderbruch zu etablieren, wurde sofort begrüßt und ich kann schon jetzt sagen:
“Wir freuen uns jetzt schon auf die Entenjagd 2010″

waidmannsheil

Euer

stefan

 

 

Dienstag, 16 Oktober 2012 14:51
Stefan Fügner

Bericht vom Schnupperkurs für Jungjäger

geschrieben von
Artikel bewerten
(0 Stimmen)

3 spannende und anstrengende Tage beim „Schnupperkurs:Jungjägerseminar“
des Vereins Lehrprinz e.V. im Revier Liepe

von Jungjäger Caspar

Anruf beim Vorsitzenden des Vereins Lehrprinz e.V. einige Tage vor Beginn des Kurses im Oktober 2012, ungefährer Wortlaut der wesentlichen Teile des Gespräches: „Ich habe vor einiger Zeit die Jägerprüfung abgelegt und habe den Jagdschein, jetzt fehlt mir jedoch jagdliche Praxis und da möchte ich gerne etwas machen. Ich wäre interessiert, an einem Kurs teilzunehmen, wie Sie ihn im Internet anbieten.

Wie geht das denn, was wird gemacht, wann wäre das möglich …?“ so die üblichen Worte zur Einleitung halt. Darauf die Frage: „Haben Sie nächste Woche Zeit?“ Antwort:„Im Prinzip – ja!“ Es geht dann locker weiter:„Da haben wir bereits einen Gast und wenn Sie Interesse haben, können Sie gleich mitmachen.“ „Hm, so habe ich mir das zwar nicht gedacht – aber warum nicht!“. In wenigen Tagen die Vorbereitungen abgeschlossen und dann am Montag nach Liepe/Brandenburg gefahren – ganz schön touristisch überlaufen die Gegend, wg. des Schiffshebewerks in Finow! Na ja, das kann ja spannend werden, dachte ich mir. Aber dann wird alles gut:

Begrüßung durch den Vorsitzenden

Einweisung in Quartier und Revier,

Gemeinsames Essen im Landgasthof

Erläuterung des weiteren Vorgehens und Erledigung der Formalitäten

Insbesondere klare Vorgaben, wie vorzugehen ist in den kommenden 3 Tagen - alles

perfekt vorbereitet soweit

Bei Revierfahrt gleichzeitig Ansprechübungen von Rehwild durchgeführt

Erster Ansitz von Hochkanzel auf Rehwild im unteren Revierteil – sieben Stück Rehwild, Enten und Gänse gesehen - alles zu weit entfernt.  Abendessen im Landgasthof und Vorbereitung auf den Nachtansitz auf Schwarzwild von Hochkanzel und Wagen im oberen Revierteil.

Dies Programm zog sich dann die weiteren 2 Tage ähnlich weiter verdichtet durch, wobei der Schlaf etwas zu kurz kam und bescherte damit weitere interessante Einblicke in die jagdliche Praxis. Erfahrungen wurden gesammelt von uns „Jungjägern“ beim Aufbruch, dem zerwirken  von Schwarzwild, der Verwertung des Wildfleisches, in der Nachsuche auf Schwarzwild im
Schilf, im Fahren in unwegsamem Gelände und auch eine kleine Treibjagd mit Hunden auf Enten gehörte noch zum Programm.

Alles in allem drei sehr intensive Tage mit vielen neuen Eindrücken, Erlebnissen und Erfahrungen.

Das Jungjägerseminar ist eine Möglichkeit, innerhalb kürzester Frist seinen jagdlichen Horizont in eine ganz andere Richtung zu erweitern, insbesondere Erfahrungen in Bezug auf eine „neue, andere, hocheffiziente Jagdmanagementmethode“ zu sammeln und einen  intensiven Austausch mit aufgeschlossenen Jagdpraktikern zu führen sowie die Arbeit des Vereins kennen zu lernen.

Zum Abschluss ist dem „Lehrprinz e.V.“ und seinen engagierten Mitgliedern für Ihren Einsatz im – wie wir nachher erfahren haben, ersten „Schnupperkurs – Jungjägerseminar“ herzlich zu danken!